Arbeitskreis Bremer Archive
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Archivsplitter: Frauen, Männer, Macht

Der diesjährige TAG DER ARCHIVE fällt mit dem Internationalen Frauentag zusammen und orientiert sich daher an der Gender-Thematik. „Frauen, Männer, Macht“ lautet das Motto. Rund 20 Bremer Archive aus dem Arbeitskreis präsentieren in der Gemeinschaftsausstellung exemplarische Archivalien. Das sind Plakate, Dokumente individueller Biographien, Schallplattencover, Filme, Fernsehsendungen, Interviews, literarische Werke und vieles mehr. Gruppiert um Themeninseln wie Arbeit/Wirtschaft, Bildung, Medien, Kunst/Kultur oder Sexualitäten veranschaulichen die Exponate auf vielfältige Weise die Beziehungen zwischen den Geschlechtern, verdeutlichen Machtstrukturen und zeigen deren Veränderung auf.

Dem Anliegen des Tags der Archive entsprechend, präsentieren die Archive ihre Schätze der Öffentlichkeit als wertvolles Kulturgut, das sowohl Geschichte bewahrt als auch für das Verständnis der Gegenwart von zentraler Bedeutung ist.

Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm. Der Flyer als pdf: Archivsplitter2014

01 guerrilla girls Plakat  03 InaDeterNeueMännerKlausKuhnkeArchiv

07 soziale Bewegungen   06 Achiv der VHS   05 Universätsarchiv

04 Warnung,1904-020 klein   02 Plakat belladonna

An der Ausstellung teilnehmende Archive:
Arbeitskreis Arster Geschichte(n) | Archiv der sozialen Bewegungen | Archiv der Volkshochschule Bremen | belladonna, Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V. | Borgfeld-Archiv, Heimatarchiv Bürgerverein Borgfeld | Bremische Evangelische Kirche – Landeskirchliches Archiv | Bürgerhaus Mahndorf | Deutsches Tanzfilminstitut Bremen | Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen | Landesinstitut für Schule/Zentrum für Medien, Landesfilmarchiv | Landesinstitut für Schule/Zentrum für Medien, Fotoarchiv | Geschichtskontor im Kulturhaus Walle | Medienarchiv Günter Grass Stiftung Bremen | Hafenmuseum Bremen | Archiv Haus des Reichs | Huchting-Archiv | Infobalt-Archiv | Klaus-Kuhnke-Archiv für Populäre Musik | Radio Bremen – Dokumentation und Archive | Raumfahrt-Historisches Archiv | Schwachhausen Archiv | Staatsarchiv Bremen | Universitätsarchiv Bremen | Werder Archiv | Zentrum für Künstlerpublikationen, Weserburg

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Bamberger – das Bremer „Kaufhaus des Westens“

Die erste Rolltreppe, die Zerrspiegel im Treppenhaus, das Cafe‘ auf der Dachterrasse, bei Erinnerungen ans „Bamberger“ geraten die Alten ins Schwärmen. In Kooperation mit dem Kulturhaus Walle geht es um die Geschichte eines Stadtteils: Im Mittelpunkt das alte Kaufhaus mit seiner Ausrichtung in den Bremer Westen, der Arbeiterleben und Altstadt auf besondere Weise verbunden hat.

C. Eckler von Gleich moderiert diesen Nachmittag zum Erinnern und Gespräch – besondere Gäste sind der Regisseur des erfolgreichen Bamberger-Films, Eike Besuden, und die Zeitzeugin Frau Wittler.

Ein Nachmittag mit Filmausschnitten, Erinnerungen und historischen Fotos.

 

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Tag des audiovisuellen Erbes

Zum UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes stellen verschiedene Bremer Archive seltene Foto- und Filmdokumente vor.
Im Rahmen der Ausstellung „Pia Pollmanns: was bleibt“.
Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Bremer Archive im Studienzentrum für Künstlerpublikationen.
Eintritt frei

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Estnischer Filmabend

Am Dienstag, den 12.November 2013, gibt es in Bremen wieder einen Filmabend mit Gästen aus Estland: Kristiina Jessen, Vorstandsmitglied des Vereins INFOBALT, stellt im Kino City46 aktuelle estnische Filme vor. Dazu werden auch estnische Filmemacher zu Gast in Bremen sein, dazu Kurzfilme von Studierenden der School of Media in Tallinn. Sämtliche Filme werden Deutsch untertitelt gezeigt. Nähere Informationen: Kristiina Jessen, Email >kristiina@infobalt.de<

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Mit der »Bremen« nach New York

Die vierte »Bremen« des Norddeutschen Lloyds, einst eine der größten Schifffahrtsgesellschaften der Welt, ist eine Ikone der Bremer maritimen Tradition. Sie trug den Namen der Hansestadt in alle Welt und war ein Synonym für Luxus, Weltläufigkeit und High Society. Schon der Stapellauf 1928 war ein internationales Großereignis. Reichspräsident von Hindenburg war der Taufpate.Die Superlative überschlugen sich: 22.000 Tonnen Stahl hatte der Bau des Ozeanriesen auf der A.G. »Weser« verschlungen. Das Schiff war 280 Meter lang und 30 Meter breit und fuhr 28 Knoten. 2400 Reisende und 1000 Mann Besatzung fanden an Bord der »Bremen« Platz. Auf ihrer Jungfernfahrt 1929 gewann die »Bremen« das Blaue Band für die mit vier Tagen und 17,5 Stunden schnellste Atlantiküberquerung. Der Luxusliner kam bald zu dem ehrenvollen Beinamen »Königin der Meere« und wurde als »Bremen IV« zur Bremer Schiffslegende.
Der Kalender des Zentrums für Medien ist in der Edition Temmen erschienen und kostet 9,90 Euro.

Weitere Informationen hier

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Hans B. Leiter des Gettos Litzmannstadt (Lódź)

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Hans B. war ein Bremer Kaffee-Kaufmann. Sein Kaffeeimportgeschäft, in dem er 1939 250 Mitarbeiter beschäftigte befand sich in der Riensberger Straße. 1937 trat er der NSDAP bei. B. hatte gute Beziehungen zum Leiter des Reichsicherheitshauptamtes, Reinhard Heydrich. 1940 wurde er von Heydrich zum Leiter der „Ernährungs- und Wirtschaftsstelle Ghetto“  in Litzmannstadt ernannt und war verantwortlich für 85 000 Menschen die im Ghetto lebten. Ein Mitarbeiter der Ghetto-Verwaltung war Hobbyfotograf und fotografierte den Ghetto-Alltag aus seiner Sicht. Die Fotos, die später in einem Wiener Antiquariat aufgefunden wurden, verarbeitete Darius Jablonski zu einem mit dem Prix Europa ausgezeichneten Film.
Nach dem Krieg tauchte B. unter, wurde aber von einem ehemaligen Ghetto-Insassen entdeckt und nach Polen ausgeliefert. B. wurde in Lódź vor Gericht gestellt und zum Tod durch Erschießung verurteilt.
In seinem Vortrag berichtet der Horn-Leher Stadtteilchronist Michael Koppel über die Lebensgeschichte B’s und den Getto-Alltag. Ausserdem werden Ausschnitte aus dem Film „Der Fotograf“ gezeigt, in dem zeitzeugen über den Alltag im Getto berichten.

 

 

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Vortrag und Lesung: „Von Saarow nach Alexandria: Ernst Kopp (1890-1962) – Die Umwege eines Krankenhaus-Baumeisters“

Buchpräsentation und Gastvortrag von Dr. Ing. Peter R. Pawlik im Rahmen der b.zb-Reihe „Zugänge zur Baukultur“.

Am 22. Oktober 2013 erwartet das Publikum im Bremer Zentrum für Baukultur ein sehr interessanter Vortrag über den bekannten Krankenhaus-Baumeister Ernst Kopp. Referiert wird dieser von Dr. Ing. Peter R. Pawlik, Architekt BDA, der selbst als freischaffender Krankenhausarchitekt in Berlin tätig ist. Pawlik beschäftigte sich eingehender mit der Person Ernst Kopp durch seine zusätzliche Arbeit als Krankenhaushistoriker  und -theoretiker.  So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass seine Recherchen in einem umfangreichen Buch mündeten, in dem das spannende und wechselvolle Leben und Werk des deutschen Krankenhausarchitekten Ernst Kopp beschrieben wird. Peter R. Pawlik hatte bereits im Jahre 2009 über den ebenfalls mit Krankenhausbau beschäftigten Architekten Herman Distel eine Monographie publiziert. Eine wissenswerte, aber nicht sehr bekannte Facette aus der der Biographie Ernst Kopps ist sein Bezug zur Hansestadt Bremen; nachdem Kopp im Jahre 1955 nach Deutschland zurückgekehrt war (er hielt sich ab 1949 in Alexandria auf), gründete er zusammen mit seinem Neffen Bert Gielen  im Jahre 1956 ein Architekturbüro in Bremen, das daraufhin sehr erfolgreich Krankenhäuser im  In- und Ausland bauen sollte. Darunter waren auch einige Projekte in Bremen selbst, so beispielsweise das Diakonissenkrankenhaus (jetzt DIAKO, 1956/57-1961), die Innere Medizin am Städtischen Krankenhaus Bremen-Nord (1956-1962) und der Zentralbau der Städtischen Krankenanstalten Bremen (jetzt Zentralklinikum Bremen-Mitte, 1958/59-1963). Ernst Koppverstarb im Jahre 1962 in der Schweiz.

Abb.38.King Fouad Krankenhaus.Alexandria_kleiner

Weitere Infos hier.

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Pia Pollmanns: was bleibt

Archive sind Orte, an denen Informationen und Wissen erhalten und zugänglich gemacht werden, sie bilden unser kulturelles Gedächtnis. Auf der Schwelle zur digitalen Epoche dokumentiert Pia Pollmanns den Istzustand von Archiven. Das in 19 Häusern entstandene und 68 Fotografien umfassende Portrait Bremer Archive ist zugleich ein visuelles Plädoyer für deren Erhaltung und Nutzung.
In Konzentration auf die drei Aspekte Raum, Struktur und Inhalt hat Pia Pollmanns die Archive auf jeweils gleiche Weise fotografiert. So ist eine einheitliche Bildsprache entstanden, die es ermöglicht, die unterschiedlichen Archive miteinander in Verbindung zu setzen und sie in ihrer Vielfalt als eine Einheit zu betrachten.

Mit der Arbeit „was bleibt“ hat Pia Pollmanns 2012 ihr Diplom an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Peter Bialobrzeski absolviert.

Website Studienzentrum

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Archivtreffen

Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet am 8. Oktober 2013 im Landesinstitut für Schule in Findorff, Am Weidedamm 20, statt. Anfahrt