Bremen und Nordwestdeutschland zwischen Kriegende und Neuanfang
Das Kriegsende und die Novemberrevolution 1918 sowie der demokratische Neubeginn ab 1919 bildeten zentrale Weichenstellungen im jungen 20. Jahrhundert. Die Vorgänge und ihre weitreichenden Folgen geben noch immer Anlass zu Debatten und Kontroversen. So auch in Bremen, wo die Räterepublik bis heute als prägendes Ereignis Gegenstand einer „geteilten Erinnerung“ ist.
Die Tagung in der Bremischen Bürgerschaft gibt Einblicke in neuere Forschungen zu Politik und Gesellschaft in Bremen und Nordwestdeutschland in einer bewegten Zeit. Sie wendet sich an alle an den Ereignissen von 1918/19 interessierten Bürgerinnen und Bürger.
Näheres zum Programm können Sie dem Flyer entnehmen.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt zur Tagung ist frei.
Das Staatsarchiv hat 2016 Teile des umfangreichen Werkes des Bremer Medienkünstlers Michael Weisser übernommen. Eine Auswahl mit 40 Motiven aus dem umfangreichen Projekt „bremen:AN:sichten“ – mittels QR-Codes vernetzt mit dem Word Wide Web – werden vom 10.09.-19.10. 2018 im Staatsarchiv Bremen gezeigt. Ein Buch zur Ausstellung und zum Werk des Künstlers ist begleitend in der Schriftenreihe des Staatsarchivs erschienen.
Das nächste Treffen des AK Bremer Archive findet statt am
11. Februar 2020 um 15:30 Uhr.
Ort: Zentrum für Medien/LIS, Große Weidestraße 4, 28195 Bremen
Bis Oktober ist das kleine Museum zur Geschichte der Bremer Kaisenhäuser geöffnet. Jenseits der regulären Öffnungstage können sich Gruppen für Führungen anmelden.
Anmeldung für Gruppen: Tel. 3965236, 3887078, 385111 www.kaisenhaus.de
Bei diesem Rundgang geht es einmal quer durch den Stadtteil Walle, vom historischen Pulver- / Galgenberg, über die Waller Heerstraße durch das Westend bis zur Nordstraße ins Heimatviertel zur Überseestadt. Auf dem Weg gibt es viel über die Geschichte und die heutigen Entwicklungen zu erfahren, von der Immanuel-Gemeinde, dem gemeinnützigen Wohnungsbau, vom Wasserturm und jüdischen Nachbarn.
Von Amazonen und Stadtschmusetanten
Queere Geschichte(n) aus Bremer Archiven
Eine Ausstellung von Hanna Wolff und Christian Linker
EINLADUNG ZUR VERNISSAGE Dienstag, 14. August 2018 | 18 Uhr
Begrüßung: Björn Tschöpe (Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion)
Einführung: Hanna Wolff (belladonna)
Ausstellungszeitraum:
15. August bis 28. September 2018
Mo. bis Do. 9 -17 Uhr | Fr. 9 bis 14 Uhr
Ausstellung Bremer Studierenden vom 15. September bis zum 12. Oktober 2018
Der Bunker in der Hans-Böckler-Straße, der in den kommenden Jahren zum Kulturclub umgestaltet werden soll, hat eine eindrucksvolle, jedoch wenig bekannte Geschichte. Die Ausstellung erzählt vom Bau des Bunkers im Zweiten Weltkrieg, der damit verbundenen Zwangsarbeit, der Nutzung des Bunkers als Diakonissenkrankenhaus während des Krieges und danach sowie als Atomschutzeinrichtung im Kalten Krieg.
Ab September2018 wird der Hochbunker (Foto von Rasmus Rienecker 2018) in der Hans-Böckler-Straße durch eine Ausstellung im Kulturbunker an der Berliner Straße erlebbar gemacht.
Im Bremer Stadtbild sind ehemalige Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg keine Seltenheit, und doch wissen die Wenigsten um die Hintergründe dieser Bauwerke. Der Waller Hochbunker, den von außen durch Ferngläser schauende Menschen zieren, ist wohl bekannt, seine Geschichte jedoch nicht.
Dieser nun erstmals wissenschaftlich erforschte Bunker hat einen ganz besonderen Hintergrund: Er war nicht nur ein aus Beton gebautes Krankenhaus, sondern wurde in den sechziger Jahren zum Atomschutzbunker umfunktioniert. Seit einigen Jahren versucht das Zuckernetzwerk Bremen, den derzeit ungenutzten Bunker als Standort zu erwerben, um dort einen Kulturclub zu eröffnen. Die damit einhergehende Diskussion in den Medien greift die Geschichte des Bunkers noch unzureichend auf. Vor diesem Hintergrund erscheint es essenziell, die wissenschaftliche Betrachtung der Entstehungs- und Nutzungshistorie im Rahmen einer Ausstellung aufzuarbeiten und somit in die aktuelle Debatte mit einzubeziehen.
Geschichtsstudierende der Universität Bremen konzipieren seit Oktober 2017 unter der Leitung von Dr. Sonja Kinzler die Ausstellung, die den Bau, das Thema Zwangsarbeit, den Krankenhausbetrieb während des Krieges und die Nachkriegsnutzungen beleuchtet. Für die Realisierung des Projektes kooperieren sie mit StudentInnen der Hochschule für Künste, dem Zuckernetzwerk und mit Kultur im Bunker e.V.. Während der Recherchearbeiten in verschiedenen Einrichtungen haben die Studierenden unter anderem Baupläne, Fotos und Interviews entdeckt, mithilfe derer die Bedeutung des Bunkers als Monument des Krieges, als Zufluchtsort, als Ort der Ausgrenzung, der Angst und der Hilfe sichtbar wird.
All jene, die Interesse an Bunkern und der Zeitspanne ab 1933 bis in die Gegenwart im Bremer Kontext haben, dürfen sich auf die Eröffnung freuen. Genauere Informationen zu den Öffnungszeiten der Ausstellung werden noch bekannt gegeben. Neuigkeiten sowie weitere Hinweise rund um die Ausstellung finden Sie hier.
Ausstellung: 15. September bis 12. Oktober 2018 Ausstellungsort: Kultur im Bunker e.V., Berliner Straße 22C, 28203 Bremen