Günter Grass – der Schriftsteller als Kämpfer für „Demokratie und Bürgerrechte“

Der spätere Literaturnobelpreisträger Günter Grass war in seiner Jugend nach eigenem Bekunden ein loyaler Nazi. Erst in amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1945 wurden ihm die Augen geöffnet. Fortan kämpfte er für Demokratie und Bürgerrechte. Man kann sein gesamtes Werk und seinen politischen Einsatz als Staatsbürger als eine lebenslange Buße für Verfehlungen in der Jugend auslegen.
Anhand von zwei verschollenen und wiederentdeckten Tonaufnahmen von Grass-Veranstaltungen aus Cloppenburg (1965) und Hannover (1967) zeigt Kai Schlüter in seinem Multimedia-Vortrag mit wie viel Leidenschaft und Witz Grass sich schon früh für Demokratie und Bürgerrechte einsetzte. Kai Schlüter hat als langjähriger Radio Bremen-Redakteur viele Grass-Produktionen des Senders begleitet und mehrere Sachbücher und Hörbücher über Grass veröffentlicht. Mit Material aus dem Medienarchiv Günter Grass Stiftung Bremen.

 

Wahlkampfrede unter Polizeischutz.
Günter Grass 1965 in Cloppenburg.
Foto: Sammlung Peter Brinkmann

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