2010 – Geschichte des Arbeitskreises Bremer Archive

TagderArchive20102010 stand der Tag der Archive unter dem Motto „Dem Verborgenen auf der Spur“. Die Bremer Archive veranstalteten erneut eine gemeinsame Ausstellung in der Weserburg – Museum für moderne Kunst. Das Themenspektrum reichte von Bremer Kirchenglocken und ihren Inschriften in schwindelnder Höhe über Vorratsschädlinge in Lagerräumen bis zum Nachlass eines Tanzfilmproduzenten. Radio Bremen konnte als Kooperationspartner für die Ausstellung gewonnen.
Höhepunkt des vielfältigen Rahmenprogramms war eine „Tauschbörse“ für alte Filme und Fotoalben. Binnen- und Butenbremerinnen und -bremer konnten alte Filme, Fotoalben oder Diasammlungen vorstellen und sich über deren mögliche Abgabe an ein Bremer Archiv informieren.

2009 – Geschichte des Arbeitskreises Bremer Archive

2009 realisierte der Arbeitskreis eine Wanderausstellung zur Geschichte der Migration und Mobilität in Bremen. Angeregt durch das Motto „Heimat und Fremde“ und gefördert durch den Senator für Kultur gestaltete er die Ausstellung „Mit Träumen und mit Tränen. Kommen.Gehen.Bleiben. In Bremen“. Sie war erstmalig im Sommer 2009 im Haus der Wissenschaft in der Bremer Innenstadt zu sehen (11.5.-8.8.2011). Seitdem wandert sie durch die Archive und Kulturzentren in den verschiedenen Bremer Stadtteilen.

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Die Bremer Archive haben für die Wanderausstellung Bild-, Text- und Filmdokumente zusammengestellt und erzählen auf 22 Ausstellungstafeln Migrationsgeschichte(n) vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Exemplarisch werden einzelne Gruppen von Zuwanderinnen, Auswanderern und Durchreisenden betrachtet: z.B. eine Arster Bauernfamilie, die in den 1860er Jahren nach Amerika auswanderte, oder russische Kriegsgefangene, die während des 2. Weltkrieges in Mahndorf Zwangsarbeit verrichten mussten, oder Einwanderinnen aus Afrika und Südamerika, die sich in Bremen eine neue Existenz aufgebaut haben.

Bei Interesse kann diese Ausstellung beim Arbeitskreis Bremer Archive auch ausgeliehen werden.

Außerdem luden 2009 einige Archive aus dem Arbeitskreis erstmalig am Welttag des audiovisuellen Erbes (27. Oktober) zu Vorträgen und einem Workshop ein. Dieser internationale Tag wurde 2005 von der UNESCO eingerichtet, um an die „Empfehlung zum Schutz und zur Erhaltung bewegter Bilder“ zu erinnern, die die Vereinten Nationen am 27. Oktober 1980 verabschiedet haben. Ziel ist es, das audiovisuelle Kulturerbe stärker in das öffentliche Bewusstsein zu bringen und auf seinen notwendigen Schutz hinzuweisen. Programm

2008 – Geschichte des Arbeitskreises Bremer Archive

Vernissage Tag der Archive 2008Seit 2008 findet der bundesweite Tag der Archive alle zwei  Jahre am 1. Märzwochenende statt. In jenem Jahr lautete das gemeinsame Motto „Heimat und Fremde“.Wieder organisierten die Bremer Archive eine Archivspliter-Ausstellung mit einem umfangreichen Rahmenprogramm im Neuen Museum Weserburg. Dokumente und Briefe, Fotos und Filme, Interviews und Musik sowie Künstlerpublikationen erzählten Geschichten vom Aus- und Zuwandern, vom Ankommen und Weggehen, vom Verlust der Heimat und vom Heimatfinden. Zu sehen waren u. a. Filmraritäten von Auswandererschiffen aus den 1920er Jahren, Briefe eines Schiffsjungen aus den 1950er Jahren, Fotografien von Menschen, die einer Industrieansiedlung weichen mussten und Flugblätter zu den Studien- und Lebensbedingungen ausländischer Studierender an der Universität.

 

 

2007 – Geschichte des Arbeitskreises Bremer Archive

MS Friedrich2007 beteiligte sich der Arbeitskreis am Begleitprogramm zur Ausstellung „Im Fluss. Künstlerpublikationen mit Blick aufs Wasser“ des Studienzentrums für Künstlerpublikationen in der Weserburg – Museum für moderne Kunst.

Den Auftakt bildete eine historische Flussfahrt auf der MS Friedrich, einer 130 Jahre alten, wunderschön restaurierten ehemaligen Hafenfähre. Auf der Fahrt die Weser abwärts in die alten städtischen Häfen erzählten die Archivarinnen und Archivare den Gästen Geschichten zu den Gebäuden und Plätzen auf Back- und Steuerbord, auch zu jenen, die dort einstmals waren. Dazu wurden historische Aufnahmen und Kurzfilme aus den Archiven gezeigt.

 

2006 – Geschichte des Arbeitskreises Bremer Archive

 

Einladungskarte zur Ausstellung "Archivsplitter: Kunst" 2006Seit 2006 findet der Tag der Archive bundesweit unter einem gemeinsamen Motto statt (in jenem Jahr: „Der Ball ist rund“). Die Bremer Archive hatten sich allerdings bereits schon viel früher für das Thema „Kunst“ entschieden. Unter dem Motto „Archivsplitter: Kunst“ präsentierten sie sich auch 2006 mit einer Ausstellung im Neuen Museum Weserburg. Die Bandbreite der Exponate war stadtteilbezogen wie international ausgerichtet und umfasste u. a. Dokumentationen zu Kirchenfenstern, Wandbildern, Performance- Kunst, Pop-Schallplatten und Künstler-Publikationen. Begleitend zur Ausstellung stellten sich die einzelnen Archive in Führungen, Vorträgen und weiteren Veranstaltungen vor. Parallel zu diesen Angeboten im Museum öffneten die Einrichtungen natürlich auch am Tag der Archive (6. Mai) ihre Türen.

2003 – Geschichte des Arbeitskreises Bremer Archive

Zum 2. Bremer Tag der Archive im Mai 2003 fanden sich bereits 15 Archive zusammen (bundesweit wurde der zweite Tag der Archive erst wieder im September 2004 begangen). Diese Mal luden sie die historisch interessierten Bremerinnen und Bremern jedoch nicht nur zur Besichtigung ihrer Einrichtungen ein, sondern gingen selbst außer Haus. Sie präsentierten sich mit einer gemeinsamen Ausstellung im Studienzentrum für Künstlerpublikationen im Neuen Museum Weserburg (heute Weserburg – Museum für moderne Kunst). Unter dem Titel „Archivsplitter“ stellten sie für ihre Einrichtung typische Archivalien und Dokumente aus.

Tag der Archive 2003

Die Ausstellung wurde von Führungen, Vorträgen und Filmvorführungen begleitet. Außerdem erschien erstmalig eine Dokumentation zu den Bremer Archiven in der Schriftenreihe „ArchiPäd“ des Bremer Staatsarchivs.

 

2001 – Geschichte des Arbeitskreises Bremer Archive

Ins Leben gerufen wurde der Arbeitskreis Bremer Archive 2001 anlässlich des 1. bundesweiten „Tags der Archive“ . Dieser Tag der offenen Tür wurde vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare initiiert. Zentrales Anliegen war und ist es, die Archive für alle Einwohnerinnen und Einwohner eines Ortes zu öffnen und neue Nutzerinnen und Nutzern neben dem üblichen Publikum (Wissenschaftler/innen, Journalisten/innen und Genealogen/innen) anzusprechen. Außerdem gewähren die Archivarinnen und Archivare einen Blick auf ihre oft hinter verschlossenen Türen geleistete Arbeit.

Fünf Bremer Archive schlossen sich 2001 auf Initiative des Archivpädagogen im Staatsarchiv zusammen und gestalteten gemeinsam ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm rund um den 19. Mai, um ihre Magazine und seltenen Archivalien sowie die Ergebnisse kulturhistorischer Forschung der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Von Anfang an wurde in Bremen der Tag des Frauenarchive am 11. Mai mit dem Tag der Archive verbunden. Bildete er 2001 den Auftakt einer Veranstaltungswoche, ist er heute häufig der Abschluss einer zweimonatigen Veranstaltungsreihe.