2009 – Geschichte des Arbeitskreises Bremer Archive

2009 realisierte der Arbeitskreis eine Wanderausstellung zur Geschichte der Migration und Mobilität in Bremen. Angeregt durch das Motto „Heimat und Fremde“ und gefördert durch den Senator für Kultur gestaltete er die Ausstellung „Mit Träumen und mit Tränen. Kommen.Gehen.Bleiben. In Bremen“. Sie war erstmalig im Sommer 2009 im Haus der Wissenschaft in der Bremer Innenstadt zu sehen (11.5.-8.8.2011). Seitdem wandert sie durch die Archive und Kulturzentren in den verschiedenen Bremer Stadtteilen.

Die Bremer Archive haben für die Wanderausstellung Bild-, Text- und Filmdokumente zusammengestellt und erzählen auf 22 Ausstellungstafeln Migrationsgeschichte(n) vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Exemplarisch werden einzelne Gruppen von Zuwanderinnen, Auswanderern und Durchreisenden betrachtet: z.B. eine Arster Bauernfamilie, die in den 1860er Jahren nach Amerika auswanderte, oder russische Kriegsgefangene, die während des 2. Weltkrieges in Mahndorf Zwangsarbeit verrichten mussten, oder Einwanderinnen aus Afrika und Südamerika, die sich in Bremen eine neue Existenz aufgebaut haben.

Bei Interesse kann diese Ausstellung beim Arbeitskreis Bremer Archive auch ausgeliehen werden.

Außerdem luden 2009 einige Archive aus dem Arbeitskreis erstmalig am Welttag des audiovisuellen Erbes (27. Oktober) zu Vorträgen und einem Workshop ein. Dieser internationale Tag wurde 2005 von der UNESCO eingerichtet, um an die „Empfehlung zum Schutz und zur Erhaltung bewegter Bilder“ zu erinnern, die die Vereinten Nationen am 27. Oktober 1980 verabschiedet haben. Ziel ist es, das audiovisuelle Kulturerbe stärker in das öffentliche Bewusstsein zu bringen und auf seinen notwendigen Schutz hinzuweisen. Programm